Die frühen Morgenstunden haben ihren ganz eigenen Zauber. Während der Tau noch auf den Gräsern liegt und irgendwo im Wald die ersten Vögel wach werden, brauche ich meist ein paar Minuten, um richtig im neuen Tag anzukommen. Und dann gibt es die Charaktere, die von 0 auf 100 voll da sind. Waska, die kleine Münsterländerin, die an diesem Morgen vor meiner Kamera steht, gehört dazu.
Kaum raus aus dem Auto, schon wedelt die Rute wie ein kleiner Propeller und die Nase verschwindet tief im ersten Mäuseloch. Tja, der Main-Spessart hält eben einige Überraschungen bereit. Aber auch hier gilt: das Model entscheidet, wann es losgeht, also war keine Zeit für mich, langsam in den Tag zu starten.
Wir suchen uns die schönsten Ecken für diesen einen echten Moment. Und Waska liefert – aber auf ihre Art. Ein Kleiner Münsterländer braucht Action! Ein Kameraklicken? Ein kurzer Blick. Ein leises Quietsche-Spielzeug? Vielleicht zwei Augenblicke Aufmerksamkeit – mehr braucht es nicht. Und dann flitzt sie wieder los, verfolgt vom eigenen Tatendrang.
Als die Sonne sich langsam über die Anhöhe schiebt und zwischen den Bäumen auftaucht, taucht sie den Waldrand in ein warmes Licht. Da ist er, der ganz besondere Moment, den mir jeder Wirbelwind-Hund schenkt: Ein kurzer Blick, aufgestellte Ohren und ihre volle Aufmerksamkeit
Und natürlich endet unser Hunde Fotoshooting bei so einem energiegeladenen Hund nicht mit Portraits. Nach der Pflicht, kommt die Kür – Waskas absolute Königsdisziplin: Bälle jagen. Da kann sie wirklich zeigen wie viel Power in ihr steckt! Ein Sprung, ein Satz, ein Flug, ein Treffer. Hier wird deutlich, wie viel Energie in diesem Powerhund steckt – ein waschechter Flughund. 😉
Am Ende dieses Morgens habe ich kalte Hände, aber eine volle Speicherkarte und die Gewissheit, dass wir Waska ein paar sehr schöne Bilder gezaubert haben. Genau dafür liebe ich solche Shootings! Jedes ist so einzigartig wie der Hund vor meiner Linse.












